Paketboxen als Chance für den Wiener Handel

23. März 2021

© Foto: Praxmedia Himberg

Paketboxen als Chance für den Wiener Handel

23. März 2021

Regional bestellen, regional liefern, lokal abholen: Handelsobfrau Margarete Gumprecht sieht Paketboxensystem als wichtige Ergänzung beim Einkaufen im Grätzel

Abholbenachrichtigung statt Packerl: Wie sich das in Zukunft besser vermeiden lässt, dafür hat Margarete Gumprecht, Handelsobfrau der Wirtschaftskammer Wien, jetzt einen Vorschlag. Die Zustellung an Paketboxen im Grätzel. Insgesamt 136 solcher offenen Abholboxen gibt es derzeit auf das Stadtgebiet verteilt, betrieben von vier Unternehmen. Tendenz sowohl bei den Betreibern als auch bei den angebotenen Boxen stark steigend. „Corona hat bewiesen, dass die Händler neue Wege finden müssen. Die Abholboxen bieten dafür eine tolle neue Chance, besonders für kleine Händler“, so Gumprecht.

„Der Bedarf und die Möglichkeit von flächendeckenden Paketboxenanlagen in jeder Einkaufsstraße sind vorhanden, wenn es gelingt, die Konsumenten vom Angebot und der Convenience im Grätzel zu überzeugen.“

Margarete Gumprecht

Regional kaufen, rund um die Uhr abholen

„Ich sehe in dieser Art der Zustellung einen wichtigen Mosaikstein für den regionalen Handel, denn besonders die 24/7-Erreichbarkeit ist ein wichtiger Pluspunkt“, so Gumprecht. Denn auch aus dem stationären Handel ist ein weiteres Standbein – sei es der Webshop oder Bestellungen per Anruf – für den wirtschaftlichen Erfolg nicht mehr wegzudenken. „Dem Händler steht es frei, die Pakete selbst zu hinterlegen oder einen Botendienst einzusetzen. Wie wichtig eine kontaktlose Übergabe von Waren ist, hat uns ein Jahr Pandemie bewiesen“, sagt die Handelsobfrau.

Die Zahlen sprechen auf jeden Fall für sich: 2019 wurden in Wien 95,7 Millionen Pakete zugestellt, Hochrechnungen für 2025 zeigen sogar 150 bis 190 Millionen Pakete. „Wir setzen uns für den zügigen Ausbau des Netzes der verschiedenen Paketboxen ein. Im Rahmen des Projektes Nachhaltige Logistik 2030+ werden dafür Standorte laufend evaluiert. Außerdem arbeiten wir an der Vernetzung von Händlern und Anbietern“, so Margarete Gumprecht. „Ostern steht vor der Tür. Warum sollte der Osterhase nicht auch Packerl in der Abholbox ablegen? Die Abholung macht den ,Kindern‘ des Digitalen Zeitalters sicher Spaß.“

Zurück zur Übersicht

Ähnliche Beiträge

Wiens schönste Schanigärten und beste Freizeitprojekte 2022

Wiens schönste Schanigärten und beste Freizeitprojekte 2022

Verleihung der WK-Wien-Branchenpreise „Goldener Schani“ und „Goldene Jetti“ Nach zwei Jahren Pause feierte Wiens Tourismus gestern wieder gemeinsam den Start in die Sommersaison. Traditioneller Höhepunkt des Sommerfests war die Verleihung der Branchenpreise „Goldener...

mehr lesen
Fachkräfte im eigenen Unternehmen ausbilden

Fachkräfte im eigenen Unternehmen ausbilden

Lehrlinge auszubilden ist der beste Weg zu guten Mitarbeitern. Der Schritt zum Ausbildungsbetrieb ist einfacher als gedacht. Das Thema Fachkräftemangel ist in nahezu allen Branchen ein dringendes Problem. Diese Situation dürfte sich in den kommenden Jahren eher noch...

mehr lesen
Wiener eTaxi-Projekt probt in Simmering Real-Szenarien

Wiener eTaxi-Projekt probt in Simmering Real-Szenarien

In Wien werden Taxis in einigen Jahren nur mehr elektrisch unterwegs sein. Mittels einer neuen Technik sollen sie am Standplatz ohne Anstecken geladen werden können. Beim Kraftwerk Simmering ist nun der erste Probestandort in Betrieb gegangen. Ab 2025 sollen in...

mehr lesen