Einzelhandel ist wichtiger Jobmotor

4. Oktober 2022

© Foto: Praxmedia Himberg

Einzelhandel ist wichtiger Jobmotor

4. Oktober 2022

Eine neue Studie belegt die volkswirtschaftliche Bedeutung der Branche

Der österreichische Einzelhandel schafft viele Arbeitsplätze, ist ein wichtiger Lehrlingsausbildner und auch stark mit anderen Branchen der österreichischen Wirtschaft verwoben. Auch eine aktuelle Studie vom Economica Institut für Wirtschaftsforschung stellt fest, dass jeder zehnte Euro, der in Österreich erwirtschaftet wird, unmittelbar oder mittelbar auf den Einzelhandel zurückzuführen ist. Aus diesem Grund fordert die Bundessparte Handel in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) erneut die Unterstützung der Politik für
diesen bedeutenden Wirtschaftszweig.

„Dass jeder sechste Job in Österreich vom Einzelhandel abhängig ist, zeigt, dass hier weiterhin Unterstützung notwendig ist.“

Margarete Gumprecht, Obfrau Sparte Handel

Einzelhandel bringt Wertschöpfung in vielen Wirtschaftsbereichen

Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel und vor allem eine Entlastung beim Hauptkostentreiber Energie sind die wichtigsten Forderungen, die beim Handelstag im September 2022 an die österreichische Politik gerichtet wurden.
Zusätzlich zum Energiekostenzuschuss braucht es Maßnahmen auf europäischer Ebene. Denn es steht viel auf dem Spiel, wenn sich die Situation auf den Energiemärkten weiter zuspitzt.

Der Einzelhandel beschäftigt mehr als 380.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von über 70 Milliarden Euro. In Summe ist jeder sechste Arbeitsplatz in Österreich direkt oder indirekt vom Einzelhandel abhängig. Und rechnet man
die Effekte der vorgelagerten heimischen Wertschöpfungskette hinzu, löst der Einzelhandel mehr aus, als er selbst generiert: Konkret sind das laut der Studie 1,56 Euro Wertschöpfung in
anderen Wirtschaftssektoren. Um weiterhin ein Beschäftigungsmotor sein zu können, muss der Sektor Handel aber auch an den Kostenfaktoren drehen können. Denn die Unsicherheiten vor dem heurigen Winter sind groß. Das drückt auch auf die Stimmung der Konsumenten, weshalb der Handel – zusätzlich zu den Kostensteigerungen – auch unter der eingetrübten Kauflaune der Bevölkerung leidet.

Quelle: WK-Wien

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