1. InnovationsSalon

20. Oktober 2016

© Foto: Wirtschaftsbund Wien

1. InnovationsSalon

20. Oktober 2016

Wir müssen lernen zu vergessen, um neue Räume zu schaffen“ – Der 1. InnovationsSalon im forum mozartplatz begeisterte die zahlreichen Besucher mit spannenden Vorträgen, interessanten Gesprächen und zukunftsorientiertem Networking.

Die Keynote des deutschen Trendforschers Sven Gábor Jánszky beim 1. InnovationsSalon war revolutionär und betonte die Intention der Initiatoren. Das neue Format – ein Gemeinschaftsprodukt von Ancoreage, Digital Hub Vienna und forum mozartplatz – versteht sich als exklusive Plattform für Entscheidungsträger und Experten. Im Innovationssalon werden brennende Zukunftsfragen diskutiert und geben ab sofort regelmäßig neuen Ideen und spannenden Themen Raum.

„Es geht im heutigen Salon um Innovation mit einem realen Ergebnis“, führte Birgit Kraft-Kinz, Mitveranstalterin und Obfrau des forum mozartplatz, an das Thema heran. „Wir wollen die Brücke von Trends und Ideen zur Entwicklung in Organisationen schlagen“, bestätigte Michael Siegmund, Geschäftsführer des Salon-Initiators Ancoreage.

Jánszky, Gründer des 2b AHEAD Think-Tank, nahm den Ball auf: „Um in zehn Jahren vorne mit dabei zu sein, müssen Unternehmen mit Routinen und Regeln brechen und das Vergessen erlernen – denn, was wir können, ist in linearen Mustern zu denken, heute passiert Veränderung jedoch sprunghaft und exponentiell. Da klafft eine große Lücke zwischen Vorstellungskraft und realer Entwicklung.“

Diese Lücke will Jánszky vor allem als Chance sehen, die neue Möglichkeiten eröffnet, die aber auch Gefahr sein kann, Althergebrachtes verschwinden zu lassen. Er nannte Beispiele, die veranschaulichten wie schnell heute Veränderung passiert: 2011 trat Watson, ein Computerprogramm mit Künstlicher Intelligenz in der US-Quizshow „Jeopardy!“ gegen zwei Menschen an, gewann und war mit Abstand „der Klügste“. Heute ist Watson der weltbeste „Diagnostiker“ der Krankheit Krebs. Morgen, so Watson-Erfinder IBM, werde dieser zum „klügsten Callcenter“ entwickelt, das 80 Prozent der Anrufe voraussieht, bevor das Telefon klingelt; und gleich die passenden Lösungen für Anruferfragen parat hat.

Jánszky berichtete von 3D-Druckern, die in Kürze Herzen drucken, und gesundheitsfördernde Bakterien-Cocktails, die zu Joghurts hinzugefügt werden. Er erwähnte auch ein existierendes Theater, in dem Menschen erst bezahlen, wenn sie bei Vorführungen zehn Mal gelacht haben – dabei werde der Künstler auf der Bühne informiert, so Jánszky, dass Herr eins auf Sitz 5 noch nicht, gelacht habe, und könne spontan reagieren und sein Programm adaptieren.

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