-Offener Brief an die Stadt Wien- Mehr Wertschätzung und Freiheit für Wiens Unternehmerinnen und Unternehmer!

2. Mai 2016

-Offener Brief an die Stadt Wien- Mehr Wertschätzung und Freiheit für Wiens Unternehmerinnen und Unternehmer!

2. Mai 2016

Wiens Unternehmerinnen und Unternehmer sind in den unterschiedlichsten Branchen aktiv und leisten – alleine oder gemeinsam mit ihren Teams – Tag für Tag Großartiges. Sie sind es, die Wertschöpfung und Arbeitsplätze in unserer Stadt schaffen.

Zum „Tag der Arbeitgeber“ am 30. April und zum “Tag der Arbeit” am 1. Mai wollen wir aber darauf aufmerksam machen, dass mit überbordender Bürokratie, steigenden finanziellen Belastungen und rigiden Kontrollen unternehmerische Existenzen und Arbeitsplätze gefährdet werden.

Die Wiener Unternehmerinnen und Unternehmer sind der Meinung, dass Bürokratie zu Lasten von Wachstum und Arbeitsplätzen geht. 57% der Selbstständigen geben an in neue Arbeitsplätze zu investieren, wenn bürokratische Belastungen gesenkt würden. Durchschnittlich wenden Wiener Betriebe jährlich 1.906 Euro pro Mitarbeiter auf, um allen gesetzlichen Informationspflichten nachzukommen. Der bundesweite Vergleichswert liegt bei 1.785 Euro.

Unternehmerinnen und Unternehmer erfüllen unzählige Auflagen korrekt. Sie entziehen sich keiner Kontrolle von Behörden. Leider werden diese aber oftmals nicht mit dem nötigen Feingefühl, Verständnis und Praxisorientierung durchgeführt. Das größte Gründungsmotiv, die unternehmerische Freiheit, kommt damit im unternehmerischen Alltag leider zu kurz.

Diese Grundsätze zeigen sich an einem praktischen Beispiel des Gastronomen Andreas Flatscher, Eigentümer des Restaurant „Flatschers“ in Wien Neubau:

Er ist seit 5 Jahren als Gastronom in Wien tätig und stolzer Arbeitgeber von derzeit 43 Personen aus 15 verschiedenen Nationen. Durch seine unternehmerische Leistung und durch die Tatkraft seines Teams, profitiert die öffentliche Hand in vielfacher Weise: Die durch ihn abgeführten Sozialversicherungsbeiträge, Lohn- und Kommunalsteuer sowie U-Bahnsteuer, ergeben mehrere zehntausend Euro pro Monat. Diese Summen fließen direkt in unser Sozial- und Gesundheitssystem und sichern damit die lebenswerteste Stadt der Welt.

Das Geschäftslokal für das heutige Restaurant war mit einer bestehenden, geprüften und nach damaliger Rechtslage genehmigten Betriebsanlage ausgestattet. Ohne bauliche Veränderungen am Lokal oder der Betriebsanlage durchzuführen, mussten bis heute insgesamt 300.000 Euro investiert werden – einzig und allein um den Betrieb aufrecht erhalten zu dürfen.

Heute bestehen fertige Pläne zur Erweiterung. 250.000 Euro Investitionssumme und 5 neue Vollzeitarbeitsplätze wären die Konsequenz. Verhindert wird dieses Vorhaben aber durch unverhältnismäßige Auflagen.

Gastronom Andreas Flatscher ist einer von vielen Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich mehr Freiheit und Wertschätzung wünschen. Heute am 30. April, dem Tag der Arbeitgeber, muss die Aufmerksamkeit besonders auf diese Personen gerichtet werden.

Zeigen wir den Selbstständigen dieser Stadt eine neue Perspektive. Reduzieren wir Bürokratieauflagen, streichen wir Bagatellsteuern wie die Vergnügungssteuer und Werbeabgabe, befreien wir Lehrbetriebe von der Kommunalsteuer, öffnen wir Anrainerparkplätze für Wirtschaftstreibende, schaffen wir Tourismuszonen wie in allen anderen 8 Bundesländern und lösen wir die Schanigartenfrage im Sinne aller betroffenen Unternehmerinnen und Unternehmer.

Zusammengefasst: Geben wir dem Unternehmertum wieder Wertschätzung und Freiheit zurück!

Unterzeichnet von:

  • Andreas Flatscher, Gastronom und stolzer Arbeitgeber
  • Peter Dobcak, Wirtschaftsbund Fachgruppenobmann Gastronomie
  • Christoph Biegelmayer, Direktor des Wiener Wirtschaftsbundes

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