Fair transportieren, nicht drUBERfahren

4. August 2016

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Fair transportieren, nicht drUBERfahren

4. August 2016

Der wirtschaftliche Druck auf die Wiener Taxibranche wächst. Nicht zuletzt durch den Fahrtendienst Uber, der die für Taxidienste geltenden Vorschriften umgeht. Die unterschiedlichen Positionen zwischen den Taxiunternehmen und Uber zeigen, dass es höchst an der Zeit ist, Chancengleichheit für alle zu schaffen.

Buenos Aires, Paris, Bern, Jakarta,Brüssel – was sich liest wie die Stationen einer Weltreise, sind vielmehr die internationalen Metropolen, in denen es zu massiven Protesten von Taxiunternehmern und –fahrern gegen den Fahrtendienstleister gekommen ist.Während sich die einen mit immer schwieriger werdenden, rechtlichen Rahmenbedingungen herumschlagen müssen, agieren die anderen im rechtlichen Graubereich und nutzen offene Gesetzeslücken für ihr Geschäftsmodell. Manche Städte regierten daraufhin mit Verboten, anderswo entlud sich der Unmut durch gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den Konkurrenten um die Fahrgäste.

Die unterschiedlichen Positionen zwischen den Taxiunternehmen und Uber zeigen, dass es höchst an der Zeit ist, Chancengleichheit für alle zu schaffen. Bevor es auch noch in Wien zu Ausschreitungen kommt, müssen endlich auch für Uber die gleichen Vorschriften und Gesetze gelten wie für Taxiunternehmer. Denn es ist nicht vertretbar, dass Taxilenker mit Vorgaben wie verpflichtender mehrjähriger Erfahrung, einheitlichen Tarifen, Registrierkassen und dem Rauchverbot belastet werden, während für Uber-Fahrer diese Auflagen nicht gelten.Wir begrüßen technische Innovationen und neue Geschäftsmodelle, schließlich sind sie angesichts der rasanten Entwicklung der modernen Kommunikationsmittel ein wichtiges Asset unseres Wirtschaftsstandorts.Bei wettbewerbs verzerrenden Methoden sowie Steuer-, Preis- und Sozialdumping hört sich das Verständnis aber spätestens auf. Bei einem Unternehmen, bei dem zusätzlich unklar ist wo – vermutlich nicht in Österreich- und in welcher Höhe überhaupt Steuerleistungen abgeleistet werden, ist die Skepsis der Branche und der ehrlichen Fahrtendienstleister also mehr als berechtigt. Um auf diesen Umstand aufmerksam zu machen und die Betroffenen für das Thema noch mehr zu sensibilisieren, haben wir die Website www.druberfahren.at ins Leben gerufen und bereits einige Verteilaktionen dazu unter den Wiener Taxifahrern durchgeführt. Dusan Roggisch, unser Taxiobmann im Wirtschaftsbund Wien konnte bereits viele Unterstützer für diese Aktion gewinnen und bekommt täglich Applaus und gutes Feedback dazu von den Branchenkollegen.

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