Demos dürfen nicht zu Lasten des Handels gehen

21. November 2018

© Foto: Foto Weinwurm

Demos dürfen nicht zu Lasten des Handels gehen

21. November 2018

Trefelik: „Wenn das so weiter geht, kann bald der innerstädtische stationäre Handel zusperren“ – WKW für Modell der Demozonen – Appell an Politik zu rascher Lösung zu kommen

Heuer sind bereits vor Beginn des großen Weihnachtsgeschäfts für den Handel neben den Donnerstagsdemos auch an anderen wichtigen Tagen Sperren und damit Beeinträchtigungen von Ringstraße, Mariahilfer Straße und der Zweierlinie samt Ausweichstrecken zu erwarten, wie medial breit angekündigt wurde. „Vergangenen Samstag war schon Chaos auf der Mariahilfer Straße und in der City. Für die nächsten Wochen sind derart viele Straßensperren angekündigt, dass bald der innerstädtische stationäre Handel zusperren kann“, ärgert sich Rainer Trefelik, Obmann der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer Wien. „Die wöchentlichen Demos kosten die Händler teilweise bis zu 70 Prozent des Umsatzes und vernichten somit auch Arbeitsplätze. Vor allem klein- und mittelständische Betriebe trifft es besonders hart, sie kämpfen ums Überleben“, ist Trefelik besorgt.  

„In einem demokratischen Land wie unserem ist die freie Meinungsäußerung ein wichtiger Grundpfeiler. Das ist auch gut so, aber muss denn nahezu jede Demo an den zentralen Einkaufsknotenpunkten in der Wiener City oder der Mariahilfer Straße stattfinden?“ fragt Trefelik. „In einem Shopping Center wären derartige Sperren, wie sie bei Demos entstehen, undenkbar. Aber auch die Mariahilfer Straße und der Ring sind wichtige Handelslebensadern“, ergänzt Trefelik.

Die WK Wien hat schon vor längerer Zeit Vorschläge für Demozonen unterbreitet und würde auch Veranstalter unterstützen, die diese freiwillig nutzen. „Bei dieser Demo-Frequenz ist jetzt dringend Handlungsbedarf. Wir laden die Politik ein, für eine verfassungskonforme Lösung zu sorgen und bieten hier unsere Unterstützung an, um auch die berechtigten Bedürfnisse des Wiener Handels und seiner zahlreichen Mitarbeiter anzugehen“, so Trefelik.

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