Das wirksamste Mittel gegen Fachkräftemangel

24. September 2018

© Foto: Christian Skalnik

Das wirksamste Mittel gegen Fachkräftemangel

24. September 2018

Lehrlingsausbildung. Im Kampf gegen den Fachkräftemangel braucht es auch Maßnahmen in der Lehrlingsausbildung. Die Wirtschaftskammer Wien will die Lehre mit neuen und modernisierten Lehrberufen interessanter für Jugendliche und Betriebe machen. Auch eine bessere Vorbereitung in der Schule, Imagearbeit und bessere Bedingungen für Ausbildungsbetriebe sollen dazu beitragen.

Fast 90 Prozent der heimischen Betriebe spüren den Fachkräftemangel, drei Viertel sind stark davon betroffen. Insgesamt fehlen der Wirtschaft in Österreich zigtausende Fachkräfte. Mit diesem besorgniserregenden Befund – Ergebnis einer aktuellen, heuer durchgeführten Befragung von Unternehmern – ließ die Wirtschaftskammer Österreich vor kurzem aufhorchen. Und der Blick in die Zukunft lässt eine weitere Verschärfung des Status quo befürchten: Denn aufgrund der demografischen Entwicklung in Österreich beginnt die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter zwischen 20 und 60 Jahren schon ab dem nächsten Jahr zu sinken. Im Jahr 2030 soll diese Gruppe schon um 230.000 Personen kleiner sein als heute, prognostiziert Statistik Austria. 

Gegensteuern ist also angesagt, und zwar rasch. Die Wirtschaftskammer kündigte umgehend eine Fachkräfte-Offensive an, bei der die Weiterentwicklung der Lehrausbildung eine wichtige Rolle spielen wird. Bestehende Lehrberufe sollen modernisiert, neue entwickelt werden. Erste Schritte wurden bereits gesetzt: Seit Anfang September gibt es neue Lehrberufe für Programmierer und IT-Techniker. Für den Handel wurde mit dem E-Commerce-Kaufmann eine moderne Ausbildung geschaffen, in der es auch schon die ersten Lehrlinge gibt (siehe unten). Weil der Einsatz digitaler Werkzeuge künftig aber in allen Branchen zum Berufsalltag gehören wird, sollen alle Lehrausbildungen um digitale Kompetenzen ergänzt werden. Nebeneffekt: Der Berufsweg Lehre wird aufgewertet und gewinnt an Attraktivität. 

Auch in der Zukunftsvereinbarung, die Wirtschaftskammer (WK) Wien und Stadt Wien heuer im Juli gemeinsam unterzeichnet haben, spielt das Thema Fachkräfteausbildung eine wichtige Rolle. „Die Ausbildung qualifizierter Fachkräfte ist ein wichtiger Baustein für die positive Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Wien”, betont WK Wien-Präsident Walter Ruck, der die Zukunftsvereinbarung mit dem Wiener Bürgermeister Michael Ludwig unterzeichnet hat. Als Ziel wurde darin definiert, bis 2025 tausend neue Lehrstellen in der Bundeshauptstadt zu schaffen.

Um das zu erreichen, muss nach Ansicht der WK Wien in diesen Bereichen angesetzt werden:

  • Bessere Vorbereitung in der Schule durch Schaffung von Bildungsstandards, die ein Mindestmaß an Kompetenzen bei allen Schulabgängern garantieren, sowie mehr und effizientere Berufsorientierung.
  • Image der Lehre und der Facharbeit verbessern, indem die beruflichen Perspektiven, die eine Lehre eröffnet, offensiv 

Quelle: Wiener Wirtschaft

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